Lob der Kirchen
29. November 2011 · Von ulp · Rubrik: Aktuell, Gesellschaft, KulturLogisch, die grossen Kircheninstitutionen Deutschlands würden nie das Verhältnis von Staat und Kirche infrage stellen, denn sonst würden sie ja die Milliardenbeträge durch Kirchensteuern und sonstige Staatsgelder infrage stellen.
„Nahverhältnis“ – damit die Kasse stimmt
Man muss sich nicht die Augen reiben, wenn Kardinal Reinhard Marx das Verhältnis von Kirche und Staat lobt und es als „zukunftsweisend“ für Europa bezeichnet. Und was klar sein dürfte: Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm stimmt Marx zu. Bereits solche Äusserungen weisen einmal mehr darauf hin, dass in Deutschland die Trennung von Kirche und Staat eine Illusion ist.
Da schreibt Radio Vatikan:
Kultusminister Ludwig Spaenle erkannte das ausdrücklich an. Das „Naheverhältnis“ zu den Kirchen sei historisch begründet und verletze nicht die weltanschauliche Neutralität des Staates. „Es gibt kein Äquidistanzgebot zu den christlichen Kirchen.“
Spaenle nennt die Nichttrennung von Kirche und Staat „Naheverhältnis“. Der Kultusminister darf wahrscheinlich auch nichts anderes reden. Aber das dadurch die weltanschauliche Neutralität nicht verletzt werde, stimmt nicht. Die weltanschauliche Neutralität wird gerade durch die innigen Kontakte des Staates mit den Kirchen und durch die Zwangsabgaben für die Kirchen verletzt.