Wahl ist gelaufen

10. Dezember 2008 · Von · Rubrik: Politik, SVP & Co.

Ueli Maurer von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist von der Bundesversammlung im dritten Wahlgang mit 122 Stimmen zum Bundesrat gewählt worden.

fffffffff Collage: Screenshots von Schweizer Fernsehen)

Frischgebackener Bundesrat Ueli Maurer (links oben) - Mauer wird nicht "abgeführt" (rechts oben) - Maurer bei der Vereidigung (links unten - Hansjörg Walter (SVP), der nicht gewählt werden wollte (rechts unten) (Collage: Screenshots von Schweizer Fernsehen)

Überraschung ist ausgeblieben

Ueli Maurer von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist von der Bundesversammlung im dritten Wahlgang mit 122 Stimmen zum Nachfolger des zurückgetretenen Bundesrats Samuel Schmid (BDP, ehemals SVP) gewählt worden. Und dies mit einer Stimme Vorsprung vor dem Sprengkandidaten Hansjörg Walter (121 Stimmen), ebenfalls SVP, der vor der Wahl bekannt gab, er trete nicht zur Wahl an, werde keines Falls eine Wahl annehmen und bitte deshalb um keine Stimme.

Dass Walter trotzdem fast gleich viel Stimmen wie Maurer erhalten hat, könnte man als Lektion der Bundesversammlung werten, dass Ueli Maurer nach wie vor umstritten ist. Die Überraschung ist ausgeblieben, denn hätte Hansjörg Walter das Mehr bekommen, dann hätte es ein Dilemma gegeben: entweder Wahlannahme oder ein neuer SVP-Kandidat.

Die heutige Wahl ist morgen Schnee von gestern. Wahlanalysen sind nicht so interessant, weil jetzt entscheidend ist, was Ueli Maurer leisten wird und ob er sich benehmen kann. Vertiefte Kommentare wollen wir heute Anderen überlassen. Christoph Blocher (SVP)? Er ist, wie erwartet, bachab, aber er wird vermutlich der Spender des Gedankengutes bleiben, von dem die SVP – und Ueli Maurer – lebt. Mal gucken, was Ueli Maurer an seiner ersten Pressekonferenz heute Mittag erzählt.

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6 Kommentare
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  1. Ch. Blocher wird bald wieder im Nationalrat sein – wenn Schlüer verzichtet, ist er wieder da.

  2. “ob er sich benehmen kann”.
    er hat ja verkündet, er könne selbstverständlich vom bösen wadenbeisser zum braven konkordanzler wechseln. nun haben wir den rollenspieler im bundesrat, anstatt einen wahren staatsmann.

  3. Wohl kaum!! C. B. war zu jener Wahl nicht angetreten, ist also nicht mal der Ersatzmann, des Ersatzmann, des Ersatzmann von Ueli.

  4. wenn blocher will, ist alles möglich. konkret: wenn alle nachrückenden verzichten (selbstverständlich freiwillig), so kann die partei einen nachfolger bestimmen. (siehe auch meinen neusten post zu diesem thema)

  5. [***] Wenn das VBS ein anderer bekommen hätte, wären wir morgen schon weg von der Landkarte. [***]

  6. @v.omir: Leider zeigt Ihr Satz, dass Sie auf politische Parolen hereinfallen und eine solche Aussage weder Hand noch Fuss hat. Die Schweiz, formulieren wir einmal salopp, braucht keinen Ueli Maurer oder ähnliche, damit die Schweiz weiterhin auf der Landkarte zu finden ist.

    Übrigens: Ihre fiktive Emailadresse und Website lassen aufgrund der Verklausulierungen erkennen, dass Sie von unbrauchbarem Nationalismus geplagt sind.

    Bemerkung zu [***]: Damit will der “Bürger-Herold” dokumentieren, dass hier für Propagandasprüche, Rechtspopulismus und Parteiwerbung kein Platz ist. mfg Redaktion