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3. Oktober 2008 · Von · Rubrik: Politik

Palin-Biden-Debatte: Der eine Gott heisst Barack Obama und der andere John McCain, und ein bisschen noch George W. Bush.

Screenshot: Brave Debatte zwischen Sarah Palin und Joe Biden (Quelle: CNN International)

Screenshot: Brave Debatte zwischen Sarah Palin und Joe Biden (Quelle: CNN International)

Debatte nach Schulbuch

Unserer Meinung nach hat die Debatte zwischen den beiden Vizepräsidentkandidaten Sarah Palin (Republikaner) und Joe Biden (Demokraten) keinen einzigen Fortschritt gebracht. Biden, der Ruhigere, und Palin, in Salven redend, haben nichts anderes gemacht, als die bekannten Standpunkte darzulegen.

Jedenfalls weiss die Welt jetzt, wie die politischen Götter heissen: Der eine Gott heisst Barack Obama und der andere John McCain, und ein bisschen noch George W. Bush. Wir haben nicht gezählt, wie oft die Götternamen genannt wurden.

Immerhin gabe es mal ein Gelächter, als die Moderatorin Gwen Ifill feststellte, dass Palin und Biden bezüglich der gleichgeschlechtlichen Ehe wenigstens in diesem Punkt gleicher Meinung seien. Auffallend nur, dass Sarah Palin von amerikanischen Helden schwärmt. Ansonsten ist uns die Debatte streckenweise wie eine mustergültige Debatte vorgekommen, wie man sie an Highschools lernt.

Screensht: Für die Nachkost - interaktive Debatte zwischen Sarah Palin und Joe Biden (Quelle: New York Times)

Screenshot: Für die Nachkost - interaktive Debatte zwischen Sarah Palin und Joe Biden- rechts das Video, links das Transkript (Quelle: New York Times)

Interaktive Aufbereitung

Auf ein Highlight in journalistischer Hinsicht möchten wir noch hinweisen, was allerdings nur im Nachhinein möglich ist. Wer an der Debatte im analytischen Sinne interessiert ist, dem sei die New York Times empfohlen.

Der Leser oder Seher kann die Debatte in aller Ruhe stückweise nachverfolgen: das Video als Ganzes, über eine Zeitleiste in die Videosequenz einsteigen, das zugehörige Transkript und einen journalistisch aufbereiteten Check Point ansteuern und lesen. Eine Superleistung, hinter der viel Arbeit steckt.

Warum wir dies erwähnen? Der amerikanische Journalismus sieht anderes aus als in unseren deutschsprachigen Ländern. Amerikanische Medien publizieren zu wichtigen Reden oder Debatten auch die Transkripte (und/oder Dokumente). Das heisst, auf der einen Seite kann man sich mit der journalistischen Aufbereitung und andererseits mit dem Originaltranskript eine Meinung bilden. Unsere Medien, wie hier der Spiegel-Beitrag können noch viel lernen, wenn sie wollten.

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2 Kommentare
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  1. Dieser ganze Wahlkampf ist doch eh immer das gleiche..Show aller Hollywood:-)

  2. Cris, wir haben uns erlaubt, den Werbelink zu entfernen, weil Werbelinks unerwünscht.