Kampf der Mimosen
12. August 2008 · Von ulp · Rubrik: Medien, Schreiber-SchlachtWussten Sie, werte Leser, dass echte Mimosen (Mimosa spegazzinii) zur Familie der “Hülsenfrüchtler” gehören?
Wie die Echten
Dass echte Mimosen “Hülsenfrüchtler sind, wussten wir bis vor wenigen Momenten auch nicht. Aus unserer eigenen Erfahrung wissen wir allerdings: Einige Journalisten reagieren auf Kritik wie echte Mimosen. Diese Pflanze, nicht die Journis, hat es in sich. Sie ist
[...] eine Art, die uns mit ihrer Fähigkeit, reversible Bewegungen auszuführen, überrascht. Ihr deutscher Name “Sinnpflanze” erhielt sie wohl deshalb, weil sie auf Berührung oder Erschütterung unmittelbar mit grossen und schnellen Bewegungen reagiert. [...],

"Rührmichnichtan": Ideales Geschenk für mimosenhafte Journalisten (© ulp)
wie der Botanische Garten aus Zürich verspricht.
Streit ums “e”
Jetzt lachen Sie sich bitte nicht den Bauch voll[1], wenn sich zwei echte Journalisten wie Mimosen benehmen und es zum Lachen krachen lassen.
Der eine[2][3] streitet mit dem anderen Journalisten[4][5] faktisch um ein “e”. Schliesslich muss der copy-patentierte Spruch“Die Welt ist eine Google” jemanden gehören[6]. Mit “Die Welt ist ein Google”[7] wäre es einfacher.
Zum Trost: Der “Bürger-Herold” gibt den beiden Streitgüggeln den Satz “Die Welt ist kein Googol”[8] frei – deswegen soll aber niemand “Sauerei” rufen[9]. Doch lassen wir mal den Spassfaktor weg.
Erstens ist die Schreibwelt voller Sätze. Würde man jetzt den Streitähnen folgen, müsste jeder Schreiber seine Kurzsätze oder Satzteile überprüfen, ob da nicht mal in grauer Vorzeit etwas war. Und zweitens: Was bringt es den Lesern?
Fussnoten: