Weniger als zwei Drittel 1

7. Mai 2008 · Von · Rubrik: Armut, Wirtschaft

Seit 2000 ist die Lohnquote (72,2 Prozent) mehr oder weniger kontinuierlich auf 64,6 Prozent zurückgegangen.

Falsch Verteilung

Ende April machte NachdenkSeiten auf das “Memorandum 2008″ der “Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik” aufmerksam. Das Memorandum durchziehe, schreibt NachDenkSeiten,

[...] als roter Faden die These, dass eine gemeinsame Ursache der vielfältigen ökonomischen, sozialen und wirtschaftspolitischen Probleme in Deutschland in einer zunehmend falschen Verteilung liegt: eine falsche Verteilung von Einkommen führt zum Stocken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zu wachsender Armut und Polarisierung sowie zur spekulativen Überhitzung der Finanzmärkte. [...]

Der “Bürger-Herold” hat sich die Kurzfassung des Memorandum 2008 angeschaut, in dem Einiges über die “Verunsicherung, Empörung und die Rückkehr des Sozialen” in Deutschland zu erfahren ist. Die 20 Seiten des Memorandums möchten wir unbedingt zum Lesen empfehlen, weil darin Informationen vorhanden sind, die man als Bürger den Politikern unter die Nase reiben muss.

Fallende Lohnquote

Auf Seite 9 ist uns die Grafik zur Entwicklung der Lohnquote aufgefallen. Im Jahre 2007 betrug sie nur noch 64,6 Prozent. Dies ist der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen. Zwar hat es seit 1982 immer wieder Spitzen über 70 Prozent gegegeb, aber seit 2000 (72,2 Prozent) ist die Lohnquote mehr oder weniger kontinuierlich auf 64,6 Prozent zurückgegangen.

Wenn der “Bürger-Herold” solche Prozentangaben sieht, ist er immer skeptisch. Dies vor allen Dingen deswegen, weil wir die Basiszahlen vermissen. Da kommt unser Hirn in Bewegung und fragt nach den Euros als absolute Zahlen und wie sich diese Zahlen – in diesem Falle Volkseinkommen und Arbeitnehmerentgelte – entwickelt haben. Daher geht es in Teil 2 weiter, allerdings nicht vor dem Wochenende.

Tags: , ,

Keine Kommentare möglich.