Jagdperversionen
14. Dezember 2007 · Von ulp · Rubrik: Gesellschaft, UmweltWestliche Jagdveranstaltungen in Kambodscha werden vom dortigen Landwirtschaftsministerium als “Ökotourismus” verkauft.
Jagd in Kambodscha
Der spanische Jagdveranstalter NSOK Safaris entdeckt eine neue Lücke: Wildtierjagd in Kambodscha, wie im Spiegel zu lesen ist:
[...] Der Safariveranstalter mit Sitz in Madrid will seinen Kunden die Jagd in einem Gebiet von mehr als 100.000 Hektar in den Provinzen Ratanakiri und Mondulkiri, im Nordosten des Landes, anbieten. Für die Jäger aus dem Westen will er ein Fünf-Sterne-Dschungelcamp errichten. [...]
Bild: Alte Tempelanlage in Angkor Wat – und dann zur Jagd (© vp)
Das kambodschanische Landwirt- schaftsministerium scheint begeistert zu sein und spricht bereits von einem “erstklassigen Ökotourismus”. Vermutlich ist eine Art Schnellgang gemeint – Angkor Wat, Strand, Abknallfest im Dschungel mit Trophäen und ab in die Heimat zum Strunzen.
Zweit Partner, der Jagdveranstalter und die Regierung, scheinen sich bereits gefunden zu haben. Fehlt nur noch der Dritte: die Jagdwütigen. Das sind die, die glauben, ein Bildchen von ihnen mit abgeknallten Wild davor erwecke den Eindruck des heroischen Jägers. Natürlich mit dem Drumherum, was man als Jägerlatein bezeichnet.