Offen oder moderiert?
6. Dezember 2007 · Von ulp · Rubrik: MedienDer “Bürger-Herold” arbeitet mit moderierten Kommentaren.
Bekanntlich macht der Fall Callactive vs. Niggenmeier in der Blog-Szene die Runde, so dass wir ihn nicht erläutern müssen. Bemerkenswert daran ist, dass wir der Gerichtslogik nicht folgen können und dass Stefan Niggemeier den Fall als Betroffener weiterzieht. Letzteres ist in jedem Falle begrüssenwert.
Spreeblick, das sich heute dem Thema ebenfalls widmet, stellt am Ende seines Beitrags die Frage:
[...] Wie geht ihr in Zukunft mit euren Kommentarspalten um? [...]
Seit Monaten erscheinen bei uns die Kommentare nicht automatisch, sondern sie werden innerhalb weniger Stunden moderiert. Im Prinzip handelt es sich um ein Durchwinken, d. h. um eine Freischaltung. Zudem ist im Moment eine automatische Deaktivierung der Kommentarfunktion nach 60 Tagen eingeschaltet.
Praktische Gründe
Der Entscheid zu unserem Weg hat jedoch wenig mit möglichen Beleidigungskommentaren zu tun. Solche würden wir in jedem Falle entfernen. Vor Monaten stand der “Bürger-Herold” unter Beschuss von Kommentar-Spams, ausschliesslich zu Beiträgen, die zwei und mehr Monate alt waren. Die Flut war derart gross und unser Stundenaufwand zur Bereinigung deshalb nicht mehr tragbar. Wie andere Blog-Schreiber es handhaben – offener Kommentar oder Moderation – müssen wir jedem selber überlassen.
Wir gehen nicht davon aus, dass eine Moderation die Meinungsfreiheit einschränkt, obwohl die Moderation ein künstliches Hindernis ist. Jedem Kommentarschreiber gönnen wir die Meinungsfreiheit, aber sie sollten sich auch bewusst sein, dass sie Gast beim Blog-Schreiber sind. Bei ihm gibt es ein Hausrecht. In rund vier Jahren ist es bei uns zweimal vorgekommen, fremde Kommentare mit beleidigendem Inhalt unter entsprechendem Hinweis zu löschen.