Werbung überall

29. November 2007 · Von · Rubrik: Medien

Theoretisch könnte man hinter jedes Wort eine Werbebotschaft schalten, was ausschliesslich der Werbung nützlich ist.

Notwendiger Schnickschnack?

BloggingTom schreibt über kostenlose Bilder aus dem Corbis-Archiv, die mit Werbung verbunden sein sollen:

[...] Der Zugriff auf das grosse Archiv von Corbis ist zwar verlockend, ob sich das picapp-Modell aber so durchsetzen wird, wird sich noch zeigen. [...]

Dies ist einmal mehr ein typisches Beispiel, wie einerseits die Technik bis zum “Geht nicht mehr” ausgereizt werden kann. Andererseit will die Werbung jeden möglichen Kanal für ihre Zwecke nützen. Innovativ finden wir das nicht. Theoretisch könnte man hinter jedes Wort eine Werbebotschaft schalten. Der Werbung ist damit gedient. Dem Leser? Das scheint uns zweifelhaft.

An den Lesefluss denken

Wir haben uns das Beispiel der Beta angeschaut und sind nicht so begeistert, obwohl es technisch noch hübsch ist. Wer etwas auf Lesefluss hält, der ist mit Text, Bild und Bildlegenden gut bedient. Hinzu kommen dann noch weiterführende Links, die dem Thema dienen. Jeglicher Schnickschnack wäre überflüssig, weil er zum Lesen keine notwendige Voraussetzung ist. Wenn Werbung, dann bitte in Layout-Bereiche, die den Lesefluss nicht stören.

Als Leser fällt uns heute mehr und mehr auf, wie innerhalb von Texten grosse Werbeblöcke aufkreuzen, die nicht nur unseren Lesefluss behindern, sondern uns geradezu “auffordern”, nicht mehr zu den Stellen zu scrollen, wo der Text seine Fortsetzung findet. Aber auch die kleinen Werbeextras, wie im erwähnten Beispiel, stören. Manche Websites sind derart überladen, so dass das Lesen im Prinzip uninteressant ist.

Ergänzung: Neustes Opfer von “Werbung überall” soll laut Content, Kommunikation und Internet das beliebte PDF-Dokumentenformat sein.

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