Schon gekonkt, heute?

15. November 2007 · Von · Rubrik: Medien, Schreiber-Schlacht

Die Welt ist nicht bunt und schön sondern lediglich gut und böse. Ein Konkender packt aus – basta.

Der böse Rest der Welt

Ich konke, du konkst, er, sie, es konkt usw. Schon mal davon gehört? Es ist eine neue Vokabel, die Sven Scholz vor ein paar Tagen erklärt hat. Vermutlich geht das neue Verb auf die Tätigkeit eines konkenden Menschen namens Konken zurück. Könke dieser Konken weniger, wäre die Welt ein schöner. Spass beiseite.

Michael Konken ist Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) und hatte am “DJV-Verbandstag 2007″ in seiner Rede die Welt in Gut und Böse aufgeteilt (via). Journalisten sind die Guten, der Rest muss demzufolge böse sein. Nun habt euch nicht so, liebe Blogger, die konkenden Guten haben immer Recht:

[...] Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen. [...],

so Michael Konken unter anderem. Der “Bürger-Herold” staunt immer wieder, wie es sich angeblich wichtige Menschen einfach machen – nur sie und ihr Stand seien gut. Der “Bürger-Herold” könnte jetzt ein wenig aus der Schule plaudern, was sich allerdings erübrigt. Denn Thomas Knüwer von Indiskretion Ehrensache schreibt dem konkenden Konken eine offene E-Mail – empfehlenswert.

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3 Kommentare
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  1. Naja, ein weiterer Beweis dafür, dass Journalisten es gerne haben, vorgefertigte und unreflektierte Meinungen zu transportieren. Meineserachtens bekommt er für diesen Ausspruch viel zu viel Aufmerksamkeit.

  2. [...] Bürger-Herold, Uwe L. Pawlowski: Schon gekonkt heute? [...]

  3. @Martina
    Es geht nicht einfach um diesen Ausspruch. Es geht um die Art und Weise, wie wichtigtuende Menschen, in diesem Falle Michael Konken, das Thema mit Vorurteilen abhaken. Im Prinzip haben wir heute eine Konstellation, bestehend aus Journalisten klassischer Medien und des Online-Bereichs und Schreibern, die andere Schienen benützen (Blogs, Websites, eigene Online-Publikationen usw.) Wir finden diese Konstellation auch gut. Wenn jemand kommt und sagt, Blog-Schreiber seien feige (ist ja nur ein Beispiel), dann will er nicht den Dialog fördern sondern lediglich Grenzen ziehen. Wir kommen, so meine Meinung, nicht weiter, wenn Gruppen, egal von welcher Seite, sich gegenseitig mit faden Argumenten begrenzen, ausgrenzen, abgrenzen usw. Darum verdient das Thema schon ein wenig Aufmerksamkeit.