Ein neuer Hype?

30. Oktober 2007 · Von · Rubrik: Politik

Soziale Netzwerke, von Unternehmen organisiert, eine Illusion? Nicht ganz, aber auch nicht das A und O.

Es gibt viele Wege

Der “Bürger-Herold” ist kein Gegner von sozialen Netzwerken im Internet, obwohl wir in keinem aktiv sind. Hie und da haben wir ein paar Versuche unternommen, aber der Nutzen bestand eher darin, dabei zu sein. Technisch mögen diese Netzwerke einiges bieten, allerdings setzen wir auf unsere eigenen Ideen.

Content, Kommunikation und Internet legt sich mächtig für das Google-Netzwerk “Orkut” ins Zeugs und schreibt:

[...] Nach stand der Dinge, wird Orkut, in Kürze allen anderen Sozialen Netzwerken, den Rang ablaufen. Alleine die Marktmacht und die zahlreichen Webdienste von Google, werden dafür sorgen, dass kein Weg an Orkut vorbeiführt. [...]

Na das ist doch toll, an “Orkut” führe kein Weg vorbei. Aber warum soll sich der “Bürger-Herold” in einen “Club der Erlauchten” begeben, warum unter Millionen Teilnehmern spazieren gehen? Warum in einem Kreis anwesend sein, wo sich alle möglichen Daten bei einem Riesenunternehmen konzentrieren? Das sind Fragen, die sich manch Andere auch stellen.

Unsichtbares Netzwerk und doch vorhanden

Soziale Netzwerke, von Unternehmen organisiert, eine Illusion? Nicht ganz, aber auch nicht das A und O. Was soll’s? Der “Bürger-Herold” bewegt sich in einem sozialen Netzwerk, das man nicht sieht. Und doch ist es vorhanden. Es entsteht fast von selbst: Irgendwo entsteht eine Idee, an die wir anknüpfen können, wir lesen etwas Verwertbares oder können selber Impulse für Andere verleihen.

Dieses unsichtbare Netzwerk ist nicht einmal auf die Blogosphäre begrenzt, denn dazu gehören Medien ebenso wie Institutionen des Wissens oder interessante Meinungsvertreter. Der “Bürger-Herold” bemüht sich nicht darum zu wissen, wie gross unser unsichtbares Netzwerk ist – er vergrössert sich, wird je nach Relevanz kleiner und verschwindet selten. Warum also sollte an “Orkut”, so unsere Frage, kein Weg vorbeiführen?

Ergänzung 1.11.2007: Das Weiterbildungsblog gibt noch einen wertvollen Hinweis:

[...] ich würde meine unternehmerische Aufmerksamkeit nicht auf MySpace oder Facebook legen. Aber ich würde genau schauen, wie diese Angebote funktionieren, welche Bedürfnisse sie aufgreifen und was mir davon bei der Gestaltung meiner Arbeitsprozesse nützen kann. [...]

Das ist richtig so: Beobachtung der “Konkurrenz”, wie dies im normalen Wirtschaftsleben auch der Fall ist.

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