Burma nicht vergessen
3. Oktober 2007 · Von ulp · Rubrik: Burma, WeltkonflikteMorgen findet der Aktionstag “Free Burma” statt. Ein paar Gedanken.
Zeichen setzen
Gestern hat Readers Edition über den Aktionstag “Free Burma” berichtet, der morgen stattfinden soll. Dazu schreibt Frank Hamm:
[...] In der gemeinsamen internationalen Aktion “Free Burma” wollen Blogger, Webmaster, Forenbetreiber und andere Teilnehmer am 4. Oktober auf die Situation in Burma hinweisen und die friedliche Revolution in Burma unterstützen. Es geht darum, Sympathie zu bezeugen und ein Zeichen zu setzen. [...]
Zudem gibt der Beitrag einen groben Überblick darüber, was hinter der Aktion steckt.
Aktion vs. Aktionismus
Klar, man könnte sagen, es handelt sich um eine Aktion von vielen möglichen Aktionen. Manche sagen sogar, die Aktion wäre lediglich ein abzulehnender Aktionismus, der nichts bewirkt. Gegner suchen Gründe, warum das mit einer solchen Aktion nichts ist (siehe Überflüssig? Sinnlos?).
Wer an solchen oder ähnlichen Aktionen teilnehmen will, der wird das für sich entscheiden, der wird Gründe dafür haben. Der “Bürger-Herold” hat viele Gründe, sich der Aktion anzuschliessen, nicht zuletzte darum, weil Burma ein stellvertretendes Beispiel für viele ist.
Nur Schweigen?
Für uns ist die Teilnahme der Ausdruck, auf Unrecht – nicht nur in Burma – aufmerksam zu machen. Es handelt sich um Unrecht, das nicht ein Volk verursacht, sondern gewollt ist: von herrschenden Klassen, dümmlichen Militärlümmeln, süchtigen Dikatatoren und Herrscherklassen, von der Gier nach Schätzen des Landes, in- und ausländische Mächte, profitgierenden Wirtschaftsnetzen, von Pfründe schützenden Gruppierungen usw.
Der “Bürger-Herold” hat noch einen anderen Grund. Burma hat hautnah gezeigt, wie die Informationswege gelaufen sind und wie die Machthaber alles daran setzen, die Informationswege zu kappen. In Burma ist es den Machthabern weitestgehend gelungen, die Leitungen zu kappen. Ganz versiegt sind die uellen nicht, wie Cbox zeigt.
Wenn wir im Westen schweigen – über Burma und andere Konfliktherde -, ist es auf die eine Art kontraproduktiv. Deswegen, weil es den Machthabern entgegenkommt. Für unseren Teil sind wir also nicht sicher, ob wir morgen ganz schweigen werden. Wir lassen es offen. Andererseits heisst ein Tag Schweigen nach aussen nicht, dass man nach innen schweigen muss.