Mehr als Frust

21. September 2007 · Von · Rubrik: Politik

Wolfgang Schäuble, der Innenminister, handelt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, nach einem perfiden System.

System Schäuble

Politik macht Spass! dokumentiert die gestrige Bundestagsdebatte und schreibt:

“So besteht die Quintessenz des heutigen Tages also nur aus der der allerdings nicht neuen Erkenntnis, dass die Große Koalition auf keinen Fall die restlichen zwei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl durchhält.”

Das könnte das Ziel sein, so schnell wie möglich die Koalition zum Platzen zu bingen.

Wolfgang Schäuble, der Innenminister, handelt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, nach einem perfiden System – etwa so: Gemütliches Plaudern im Interview – heisse Tropfen versprühen (Katastrophenszenarien) – grosse Aufregung in der politischen Szene (Schäuble schweigt) – Beschwichtigung (“nur keine Panik”, “Falsch verstanden”) – Abwarten, bis sich alles ein wenig beruhigt.

Ständig neue Runden

Dann geht es in die nächste, gesteigerte Runde: Gemütliches Plaudern … usw. Zwischendurch regt sich Schäuble auf, oder tut so:

[...] Sie unterstellen entweder man wolle die Verfassung abschaffen oder man sei geisteskrank! [...],

wie die Süddeutsche Zeitung Wolfgang Schäuble zitiert. Nein, Schäuble will wirklich nicht die Verfassung abschaffen – genau genommen immer noch ein Grundgesetz. Die Verfassung braucht er noch. Sonst kann er ja nicht mehr nach Verfassungsänderungen schreien, damit seine verquerten Vorstellungen abgesichert sind.

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