Pope-Ede reloaded
8. September 2007 · Von ulp · Rubrik: Kultur
Nachdem bayerische Helden seinerzeit Bruno-Bär erlegten, fletschen die neuen Helden erneut die Zähne. Was ist nun schon wieder los?
Sie knallen durch
Sie kramen ein bisschen in der Kiste herum. Siehe da, sie finden da den unerledigten Klassiker “Popetown” mit dem “durchgeknallten Papst” von Frühjahr 2006.
Die CSU-genüssliche Bayern mit ihrem unvergesslichen Edmund Stoiber, der bald zu den nicht verblichenen Ex-Ministerpräsidenten gehört, hat noch einen Auftrag. Daran glauben muss jetzt die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU). Sie zieht prompt einen Gesetzesvorschlag aus ihrem Köcher, wie die Welt bezeugend berichtet:
[...] Künftig solle nicht erst eine Beschimpfung von Religion und Kirche strafbar sein, die den öffentlichen Frieden stören könnte, sondern bereits die Herabwürdigung oder Verspottung solle unter Strafe gestellt werden. [...]
Sind die Bayern beeinträchtig?
Dies solle bereits dann gelten, wenn das Vertrauen der Betroffenen in die Achtung ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung beeinträchtigen könne, schreibt das Blatt. Mein Gott, hagelt es nie Hirne vom Himmel? Diese Frage wäre bereits strafverdächig. (Noch nich nicht) doppelt straffällig werden wir jetzt: Mein Gott, Beate und Edmund – seid ihr bereits beeinträchtigt?
Bald muss man sich fragen, ob es zwischen einem Gottesstaat und dem bayerischen Freistaat noch einen Unterschied gibt. Na gut, auch wir kramen in unserer Mottenkiste und reloaden unseren Pope-Ede.
[...] Menschenbild haben, denn sonst würden sie nicht mit Kreuz (siehe Pofalla) und Strafe (siehe Pope-Ede reloaded) spielen. Wir können höchstenfalls den Verdacht äussern, dass sich die [...]