Volksverhetzend oder aufklärend?

4. Dezember 2008 · Von · Rubrik: Gesellschaft, Pax Europa

Wie der heutige Prozess Udo Ulfkotte vs. Jochen Hoff vor dem Oberlandesgericht Frankfurt a. M., der seit 11 Uhr stattfindet, ausgeht, ist im Moment ungewiss.

Unentschieden?
Update: “Kein Sieg!”, schreibt Jochen Hoff zum Verhandlungstag am Oberlandes- gericht in Frankfurt a. M.. “Teilweise bekam ich Recht, teilweise nicht”, so Hoff, ein Vergleich sei nicht zustande gekommen.
“Es macht keinen Sinn”, schreibt Hoff weiter, “vor der endgültigen Verkündung des Urteils und vor der Urteilsbegründung Einzelheiten herauszulassen, weil diese eben nur den heutigen Meinungsstand des Gerichtes wiedergeben”.

Undurchsichtiger Kläger

Es geht um die zweite Instanz, mit der Udo Ulfkotte, selbsternannter Sicherheitsexperte und Islamkritiker, gegen Jochen Hoff von Duckhome vorgeht, weil Hoff den Ulfkotte-Verein “Pax Europa” als volksverhetzend bezeichnet habe. In der Schweiz ist Ulfkotte nicht ganz unbekannt, weil er durch seine von rechtspopulistischen Kreisen organisierten Vorträgen aufgefallen ist. Unseres Erachtens erhält der Prozess seit letzten Sonntag eine besondere Note, denn wie die Welt schreibt, habe Udo Ulfkotte die Bewegung wegen ihres “zunehmend extremistischen Kurses” verlassen.

Udo Ulfkotte, der wie ein biederer Bürger wirkt, ist auf Polemisierungsebene ziemlich zweifelhaft. Erstens ist er der Gründer des Vereins “Pax Europa”, der heute unter dem Namen “Bürgerbewegung Pax Europa” läuft . Zweitens ist Ulfkotte dadurch aufgefallen, indem er es mal mit der extrem hetzlastigen “Politically Incorrect” probierte, mal mit belgisch-nationalistischen “Vlaams Belang” in Verbindung stand. Drittens hatte Ulfkotte versucht, durch Parteigründung in der politischen Szene Fuss zu fassen. Viertens fallen Ulfkottes Versuche auf, sich meistens im Nachhinein von rechtsextremen Gedankengut oder Tendenzen zu distanzieren. Querverweis: Dossier “Pax Europa” oder SteinbergRecherche.

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